Aktuelles

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Ganzseitiges Interview im Germeringer Anzeiger ...

veröffentlicht um 26.03.2021, 06:44 von Ulrich Seibert

Presseerwähnungen gab es in der Vergangenheit ja immer wieder einmal, aber ein ganzseitiges Interview, das ist mal etwas Besonderes. Die Verbreitung beschränkt sich zwar nur auf meine Stadt, aber immerhin.

Einladung zur Online-Lesungs-Premiere bei Youtube

veröffentlicht um 20.03.2021, 05:29 von Ulrich Seibert

Ankündigung der Online-Lesung am 27.3.2021 - 10:00 Uhr


Hier geht es zur Online-Lesung: https://youtu.be/A_dyO-vUtTs

Der Trailer für "Totenreich" ist da

veröffentlicht um 03.02.2021, 04:15 von Ulrich Seibert

"Was lange währt, ..." - nein, das kommt nicht notwendigerweise aus einem deutschen Kultusministerium. Die Gründe für die Verzögerungen, die die Trilogie "Secrets of the Ne'arin" erfahren hat und auch noch eine Weile erfahren wird, habe ich ja im letzten Post ausführlich dargestellt. Immerhin haben wir jetzt eine freigegebene Version des Buchtrailers. Sicher, er mag etwas länger sein als übliche Buchtrailer, aber dafür ist er auch mit einem eigens dafür komponierten und eingespielten Original-Scores unterlegt, dem "Theme of the Ne'arin". Und - ta-taaa! - hier ist er:

YouTube-Video: Trailer Totenreich


Secrets of the Ne'arin ... geht da noch was?

veröffentlicht um 26.01.2021, 12:09 von Ulrich Seibert   [ aktualisiert: 26.01.2021, 12:30 ]

Ne'arin (in Hieroglyphenschrift)
Es ist ruhig geworden um die geplante Trilogie "Secrets of the Ne'arin" ... zu ruhig für meinen Geschmack als Autor. Ende 2019 erschien der erste Band "Totenreich" in einer gebundenen Ausgabe und danach sollte es eigentlich Schlag auf Schlag gehen. Leipziger Buchmesse, ein paar Lesungen, dann sollten zusätzlich eine günstigere broschierte Ausgabe und schließlich noch die E-Book-Ausgabe folgen. Irgendwann zwischen Ende 2020 und Mitte 2021 hätte möglicherweise Band 2 erscheinen sollen.

Doch bereits der erste "Schlag" wurde tatsächlich einer, jedoch einer, den man einstecken muss, anstatt ihn, wie geplant, auszuteilen. Corona schlug zu und traf nicht nur Angela, meine Co-Autorin in Band 1, und mich, sondern die gesamte Kulturbranche hart. Die Leipziger Buchmesse fiel ersatzlos aus. Wie auch sämtliche bereits vereinbarten oder geplanten Lesungen. Und Lesungen sind das A und O dabei, Bücher zu verkaufen, wenn man nicht den Vertriebsapparat eines Großverlages im Rücken hat. Hinzu kam ein weiteres, weitaus gravierenderes Problem: Die beiden Großen der Branche, der Versandhändler Amazon und der Großhändler LIBRI (mit der Tochterfirma Books on Demand, bei der ebenfalls zwei meiner Bücher untergebracht sind) haben Kleinverlagen drastische Daumenschrauben angelegt und - wie das halt so ist im Neoliberalismus - ihre Marktmacht genutzt, um ihre eigenen Margen und Gewinne weiter in die Höhe zu schrauben ... auf Kosten der kleinen und mittleren Kulturschaffenden. Andreas Eisermann, mein Verleger, hat es mir erklärt, doch leider hatten wir nicht so viel Zeit, um die Zusammenhänge in ihrer Ausführlichkeit besprechen zu können, weshalb ich hier auf Details verzichten muss, um nicht versehentlich etwas falsch darzustellen. Das Ergebnis war, dass der Verlag, der durch langfristige Dispositionen und bereits gedruckte Auflagen gar nicht in der Lage war, diese unverschämten Forderungen zu erfüllen, von einem Monat auf den anderen 70% seines Umsatzes verlustig ging. Jeden Monat. Und das ist wohl kein Einzelfall. Während die Großen bekanntermaßen unglaublich von Covid-19 profitieren (die Vermögen der Reichen und Superreichen sind in dieser Zeit um 35% (!) gewachsen), werden den Kleinen offenbar noch nicht einmal die Brosamen gegönnt. Der Verlag musste erst einmal eine Notbremsung hinlegen und zwar durch das gesamte Verlagsprogramm hinweg. Entgegen der Planung wurden die beiden anderen Ausgaben nun erst einmal nicht veröffentlicht. Alle Marketing-Maßnahmen, die auf der ursprünglichen Planung basierten, (z.B. Trailer, Online-Lesung, Online-Marketing) wurden zu einem großen Teil ausgesetzt. Hinzu kam ein Brandbrief des Verlags Anfang des Jahres 2021, dass man sich einer existenzbedrohenden Krise gegenüber sähe. Daher sah ich mich veranlasst, ein ernstes Wort mit meinem Verleger zu wechseln und genau das haben wir gemacht.

Das wichtigste Ergebnis vorab: Der Verlag ist nicht am Ende. Aber er muss sich definitiv neu aufstellen, muss alte Wege verlassen und neue, gangbare installieren. Viele Optionen werden momentan eruiert, darunter Kooperationen, Joint Ventures, strategische Partnerschaften, technologische Neuerungen. Ich bitte um Vergebung, dass es nicht an mir ist, Details auszuplaudern. All das kostet Zeit und Energie. Zeit und Energie, die momentan nicht in neue Projekte gesteckt werden können. Die Umstrukturierungen werden sicherlich auch das Verlagsprogramm betreffen, doch wurde mir glaubhaft versichert, dass die "Secrets"-Trilogie nicht davon betroffen sei. Der Verlag sei definitiv daran interessiert, dass es mit dieser Reihe weitergeht, auf die eine Weise oder eine andere. Und das ist eine gute Nachricht.

Vor einigen Wochen habe ich die Arbeiten an Band 3 vorläufig beendet. Danach trat die Produktion diverser Radiosendungen in den Vordergrund. Seit Kurzem arbeite ich zum ersten Mal seit Jahren wieder an Band 2 der "Secrets", denn es fehlte noch der abschließende Schliff. Erst jetzt, wo Band 3 fertig ist, kann Band 2 feingeschliffen werden. Und das ist sehr wichtig, denn während des Schreibens von Band 2 war außer einer Idee, die man in zwei Sätzen hätte zusammenfassen können, nicht viel von Band 3 vorhanden. Und eine Trilogie hat immerhin eine Kontinuität, angefangen von der "Helden- bzw. Heldinnenreise" der Protagonist*Innen bis hin zu Elementen in einer Geschichte, die erst in ihrer Zusammenführung aller Bände eine Art Meta-Geschichte vermitteln. Insofern ist es für mich ein Glück, dass Band 2 noch nicht in der Produktion ist, denn dadurch ergibt sich die Möglichkeit, in Band 2 noch diverse Fährten zu verlegen, die in Band 3 wieder aufgenommen werden, sodass sich daraus eine saubere Konnektivität ergibt. Das ist es, was ich gerade mache: Ich lese Band 2 und schreibe ein paar Passagen im Hinblick auf kommende Ereignisse um, die ich in der ursprünglichen Fassung noch nicht auf dem Schirm hatte. Genauso werden dann anschließend in der finalen Fassung von Band 3 noch einige Anpassungen erfolgen, die auf Band 2 Bezug nehmen, die ich beim ersten Schreiben von Band 3 schon wieder aus den Augen verloren hatte. Und es hat mir eine riesige Freude bereitet, wieder an Band 2 zu arbeiten. Ich denke, dieser Band hat vielleicht das Zeug, noch einmal spannender und interessanter zu werden als Band 1. Und Band 3? Klar, der Knaller, der absolute Höhepunkt. Ihr dürft gespannt sein auf die kommenden Geheimnisse der Ne'arin!

"Die Diktatur des Monetariats" bald auch im Radio ...

veröffentlicht um 14.12.2020, 09:48 von Ulrich Seibert

Es ist schon ein großes Glück, für einen Autor, wenn sein Buch quasi ins Radio kommt und daher freue ich mich enorm darüber, dass sich diese Chance für mich nun aufgetan hat.

Nun, es kommt nicht direkt ins Radio. Also nicht im klassischen Sinn als Lesung oder Hörbuchfassung. Aber die Themen aus dem Buch werden für dieses Format noch einmal ganz neu aufgearbeitet und dabei teilweise aktualisiert. Das Konzept sieht folgendermaßen aus (es wird allerdings auch Ausnahmen davon geben): Ich erzähle ein wenig zum jeweiligen Thema, etwa in der Art, wie es im Buch präsentiert wurde. Dazu lade mir jeweils einen Gast ein, der zu dem jeweiligen Thema aus eigener Anschauung, sei es als Zeitzeuge (wie bei der allerersten Sendung, wo die Chilenin, Frau Dr. Corina Toledo ihre Erinnerungen an den Pinochet-Putsch teilt) oder als Experte (wie in der dritten Sendung mit Prof. Dr. Helge Peukert von der Universität Siegen), die/der dann aus seinem Erfahrungsschatz quasi die Butter zum Brot dazuliefert. Somit ist in dieser Sendereihe durchaus ein Mehrwert gegeben selbst für diejenigen von euch, die das Buch bereits kennen. Hinzu kommt, dass auch Sondersendungen zu jeweils aktuellen Themen geplant sind, die im Buch nicht zu finden sind. Das hängt jeweils davon ab, wie kurzfristig geeignete Gäste dafür zu finden sind. Und natürlich gibt es auch Musik vom allerfeinsten und - wie es sich für diesen Sender gehört - aus allen möglichen Genres. Falls möglich wird die Musik zumindest teilweise passend zum jeweiligen Thema ausgesucht.

Los geht es beginnend ab Januar 2021 an jedem dritten Mittwoch im Monat, erstmals also am 20.1.2021. Die Uhrzeit ist jeweils 21:00 Uhr. Welche Sendung genau ausgestrahlt wird, kann ich noch nicht sagen, das werde ich wohl in der kommenden Redaktionskonferenz erfahren.

Ach ja, wo wird es ausgestrahlt:
Radio Lora, Münchens freies Radio.
  • FM (München und nähere Umgebung): 92,4 UKW
  • DAB+ 
  • Internet 
Drüber hinaus wird die Sendung auch voraussichtlich 1-2x zu anderen Zeiten wiederholt, doch kenne ich diese Wiederholungstermine momentan auch noch nicht. Wird nachgereicht, versprochen.

Also denn, man hört sich ...
Lora 92.4


Trotz Corona aktiv ...

veröffentlicht um 01.12.2020, 11:43 von Ulrich Seibert

mit Schiller und Goethe
Die drei [ähem ...] Großen der deutschen Literatur ...
Corona hat mir ja, wie so ziemlich allen Kreativen, einen ziemlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Keine Buchmesse, keine Lesungen ...

Was nicht heißt, dass ich untätig geblieben wäre. Viel hat sich getan, nicht alles davon öffentlich.
Beispielsweise habe ich eine Online-Lesung von "Totenreich" aufgenommen mit vielen multimedialen Elementen. Doch der Verlag hat diese leider noch nicht freigegeben, was wohl daran liegt, dass die E-Book- und die broschierte Ausgabe wegen Corona nun doch noch nicht erschienen sind. Kommt aber sicher noch. Außerdem habe ich die Offline-Lesungen vorbereitet ... ziemlich aufwändige Lesungen mit Bild- und Filmeinspielungen und teilweise Musikuntermalung. Die Musik habe ich selbst geschrieben und aufgenommen und da ist aus vielen Genres etwas dabei: Orchester-Soundtrack, Hardrock, Kammermusik, orientalisch klingende Musik und ein paar Sachen mehr. Hat viel Spaß gemacht und dürfte spannend werden. Jetzt muss nur noch die Pandemie im Griff sein, sodass Lesungen wieder abgehalten werden können ...

Der dritte Band der Ne'arin-Trilogie ist nun auch nahezu fertig. Ich bin mitten im Showdown und kämpfe damit, sämtliche Handlungsfäden in der Hand zu behalten. Doch die Arbeit ist unglaublich anregend und macht viel Spaß. Natürlich spielt auch dieser Band mit dem Arbeitstitel "Der Hort der Weisheit" wieder in Ägypten und beinhaltet trotz einer gehörigen Portion Mystery sehr viele packende Referenzen zur alten wie auch neueren Geschichte, die teilweise ebenso geheimnisvoll ist bzw. war wie ein Mystery-Abenteuer. Ich denke, dass das ein würdiger Abschluss der Abenteuer von Irina, Brian und Abdul sein wird. Band zwei ist auch nicht ohne, aber der ist bereits seit einem Jahr fertiggestellt. Wann dieser zur Veröffentlichung kommt, kann ich nicht sagen, das hängt natürlich auch vom Verlag ab, aber ich werde Druck machen, dass dies im Jahr 2021 geschieht, so oder anders. Sobald ich Näheres weiß, werdet ihr es ebenfalls erfahren.

Auch im Bereich der "Diktatur des Monetariats" gibt es Neues. Lesungen und Vorträge - auch diese multimedial mit PowerPoint-Unterstützung sind auch hier außer jeder Diskussion, doch hat sich die Gelegenheit ergeben, eine Radio-Sendereihe daraus zu machen. Nachdem Radio Lora und ich ja bereits des Öfteren zusammengearbeitet haben, hat sich daraus die Idee einer Sendereihe zum Thema Neoliberalismus ergeben. Eine Sendung wurde bereits ausgestrahlt, die nächste kommt demnächst (es wird noch ein regelmäßiges Zeitfenster gesucht, damit die Sendung alle vier Wochen zur selben Zeit ausgestrahlt werden kann) und die dritte, bei der ich mich auf einen hochkarätigen Studiogast freue (mehr wird hier noch nicht verraten) wird in zwei Tagen aufgenommen. Das Thema wird also noch ein paar Tage aktuell bleiben.

Bis bald, Euer Uli Seibert

Der Moment, an dem man "sein" Baby zum ersten Mal sieht ...

veröffentlicht um 30.11.2019, 08:29 von Ulrich Seibert

Totenreich ...
... ist doch immer wieder schön!

Bei der Gelegenheit: Totenreich erscheint am 2.12.2019, nicht wie fälschlicherweise angekündigt, am 1.12. Mea culpa! Noch zweimal schlafen ...

"Totenreich" kommt am 1.12.2019

veröffentlicht um 20.11.2019, 02:02 von Ulrich Seibert   [ aktualisiert: 20.11.2019, 03:01 ]

Totenreich Cover
Das ideale Weihnachtsgeschenk: Spannung, Abwechslung, beste Unterhaltung und vielleicht sogar noch ein wenig lehrreich ...

"Totenreich" - Secrets of the Ne'arin (Band 1) erscheint nun am 1.12.2019, aber fragt mich bitte nicht nach der Uhrzeit. Zu meiner Überraschung hat der Verlag beschlossen, zunächst eine Hardcover-Ausgabe in limitierter Auflage herauszubringen. Der Preis dafür wird bei € 22,90 (D) liegen. Wer sich also gerne eine besonders wertige Ausgabe ins Regal stellen möchte, der sollte also rasch zugreifen.

Mit bibliografischen Details kann ich momentan noch nicht dienen, der Verlag steht gerade stark unter Strom ... erst die Frankfurter Buchmesse, am kommenden Freitag beginnt die Berliner Buchmesse ...

Das "Totenreich" und die "Toten" ...

veröffentlicht um 21.10.2019, 04:17 von Ulrich Seibert   [ aktualisiert: 21.10.2019, 04:18 ]

Jetzt, nachdem die Druckfahnen stehen, hängt der Erscheinungstermin von "Totenreich" noch davon ab, wie schnell die beauftragte Druckerei dafür Kapazitäten freimachen kann. In einem Monat, um den 20. November, wäre also durchaus eine realistische Perspektive. Was ein willkommener Anlass ist, ein wenig (aber nicht zu viel) über das Totenreich preiszugeben. Also, was genau ist das "Totenreich"?

Eine Waffe der "Toten" ... Designstudie Ulrich Seibert
In diesem Buch wurde Bezug genommen auf den zentralen Aspekt der ägyptischen Kultur, die im berühmten "Totenbuch" der Alten Ägypter ihren Ausdruck ebenso gefunden hat, wie in dem exorbitanten Aufwand, der für die Bestattung hochrangiger Würdenträger betrieben wurde. Man kann beinahe sagen, dass damals das ganze Leben auf den Tod ausgerichtet war, beziehungsweise auf das Leben nach dem Tode. Das Totenbuch schildert ausführlich die Voraussetzungen, die an ein Leben nach dem Tode zu erfüllen waren. Zum einen musste der Verstorbene auf die Reise in die Unterwelt (im Ägyptischen: die Duat) gut vorbereitet sein, denn allzu viele Gefahren lauerten auf dem Weg zur Prüfung. Wer nicht wusste, wie er diesen zu begegnen hatte (manchmal genügte es bereits, den Namen des jeweiligen Dämons zu kennen und diesen laut auszurufen, es gab aber auch Karten der Unterwelt, nach denen der Verstorbene sich zu richten hatte, ebenso Zaubersprüche, die in diversen Situationen helfen würden), war verloren. Mindestens ebenso kritisch war die "Prüfung" selbst, bei der das Herz des Verstorbenen in eine Waagschale gelegt wurde und gegen das Gewicht einer Feder der Göttin Maat aufgewogen wurde. War das Herz leicht, der Verstorbene also frei von Sünden, durfte dieser weiterleben. Ansonsten wurde er von dem Monster Ammit verschlungen.

Für das Buch wurde unterstellt, dass dieser Totenkult des Alten Ägyptens einen sehr realen Hintergrund hatte. Die Duat ist hier nicht nur ein Mythos, sondern ein realer Ort, ein Ort, von dem Angst und Schrecken ausgehen konnten. Und als eine der Protagonisten, die russische Archäologin Irina Markovna, den Eingang zu diesem Ort entdeckt und damit zum Auslöser dafür wird, dass dieser Eingang geöffnet wird, ist sie sich dessen nicht bewusst, dass sie damit zu einer Öffnung der Büchse der Pandora beigetragen hat. Denn die "Toten" verzeihen ein Eindringen in ihr Reich nicht so leicht ...

Und wer sind nun die "Toten"? Nun, das zu spoilern, wird mir im Traum nicht einfallen. Was ich preisgeben kann: auch wenn sie so aussehen sollten (nur ein kleiner Tipp: sie sehen im Buch überhaupt nicht so aus, wie auf dem Buchcover, was verschiedene Gründe hat - der Verlag wollte nicht spoilern, er wollte nicht, dass der falsche Eindruck entsteht, dass dies ein Horror-Roman sei und er wollte den Bezug zum Alten Ägypten verdeutlichen), so "tot" sind die gar nicht. Und sie sind auch nicht unbewaffnet. Nebenstehend eine Skizze nur einer ihrer Waffen (ich entwerfe manchmal Räume oder Gegenstände grafisch, um sie besser visualisieren und beschreiben zu können), ein Wurfstern, der, wenn richtig geworfen, eine verheerende Wirkung entfaltet ...

Secrets of the Ne'arin ...

veröffentlicht um 11.10.2019, 04:17 von Ulrich Seibert

... lautet der Titel einer Trilogie, deren erster Band - "Totenreich" - demnächst im JustTales-Verlag, Bremen erscheint.

Wer hier angesichts des Reihentitels das Genre "Fantasy" vermutet, liegt nur sehr am Rande richtig, denn das Genre der Trilogie ist vielleicht am besten mit "Mystery Abenteuer" umschrieben und "Mystery" ist mit "Fantasy" zumindest weitläufig verwandt. Wer aber Drachen, Dämonen, Hexen und Zauberer, Zwerge, Orks, unbekannte Kreaturen, Magie, andere Welten oder gar Aliens vermutet, liegt völlig falsch. (Beinahe) nichts davon ist in "Totenreich" enthalten. Auch wenn es dem Leser hoffentlich mehrfach den Atem verschlägt angesichts der fantastischen Erlebnisse der Protagonisten, spielt das Ganze dennoch in dieser, unseren Welt und berührt diverse uralte Mythen der Menschheit.

Auch die "Ne'arin", deren Name zugegebenermaßen mehr nach J.R.R. Tolkien klingt als nach einer irdischen Truppe, sind beziehungsweise waren real. Dass ihre Existenz nicht sooo allgemein bekannt ist, liegt darin, dass sie in historischen Aufzeichnungen nicht sonderlich prominent Erwähnung fanden. Dennoch ist ihre Existenz belegt und wissenschaftlich ausgiebig erforscht. Wer genau waren denn nun diese ominösen Ne'arin?

Das Wort "Ne'arin" ist altägyptisch (eigentlich semitisch; es war im Altägyptischen ein Fremdwort - Fremdworte hatten also wohl auch schon damals einen interessanteren Klang als Worte der eigenen Sprache ...) und bedeutet in etwa "Junge Männer", allerdings mit einer militärischen Konnotation. Für diejenigen unter euch, die mit Ägyptologie ein wenig vertraut sind: Gelegentlich wird der Name auch Na'runa ausgesprochen; das dazugehörige Lemma lautet "narn". Und die entsprechende Hieroglyphe sah beispielsweise so aus:

Ne'arin Hieroglyphe

Dass die Ne'arin es nicht zu einem Bekanntheitsgrad wie andere altägyptische Bevölkerungsgruppen gebracht haben, liegt wie gesagt daran, dass sie nur anlässlich eines einzigen Ereignisses (wenn auch in verschiedenen Quellen, an Tempelwänden in Abydos, Karnak oder Abu Simbel) überhaupt jemals erwähnt wurden. Aber im Laufe dieses einen Ereignisses spielten sie die wahrscheinlich wichtigste Rolle für eine der interessantesten Epochen des Alten Ägyptens. Ohne ihre erfolgreiche Aktion wäre Ramses II. bei weitem nicht so alt geworden und die Geschichte des Neuen Reichs (und damit vermutlich die Weltgeschichte) wäre mit einiger Sicherheit völlig anders verlaufen. Konkret geht es um die Schlacht bei Kadesch, in der die Ägypter unter Ramses II. gegen die Hethiter unter ihrem Großkönig Muwattalli II. kämpften. Der in seinem Streitwagen kämpfende Pharao war von feindlichen Truppen umringt, die das Lager der Ägypter völlig überraschend umzingelt hatten. In dieser für Ramses höchst prekären Situation erschien scheinbar aus dem Nichts plötzlich eine Truppe der benannten Ne'arin und haute ihren Pharao erfolgreich aus der Bredouille heraus. Ramses musste sich zurückziehen, gab die Schlacht in den ägyptischen Aufzeichnungen allerdings als Sieg aus (auch an der politischen Aufarbeitung von Fehlschlägen hat sich offensichtlich in den letzten 3.000 Jahren nicht allzu viel geändert ...).

Man muss nicht, man kann aber aus dieser Kette der Ereignisse den Schluss ziehen, dass die Ne'arin wohl eine Art Elitetruppe des Pharaos war; immerhin ist in der Hieroglyphe die Krone Ober- und Unterägyptens enthalten, was auf eine starke Verbindung zum Königshaus hindeutet. Wenn eine Elite aber nie namentlich erwähnt wird (außer in dem einen Fall, wo ihr Wirken quasi die gesamte ägyptische Armee zum Zeugen hatte), dann könnte man daraus weiterhin den Schluss ziehen, dass die Arbeit der Ne'arin damals eher nicht als eine öffentliche Angelegenheit angesehen wurde. Wenn aber Geheimhaltung das oberste Prinzip war, ging es wohl auch um Geheimnisse. Womöglich waren die Ne'arin nicht nur Soldaten, sondern auch in der Informationsbeschaffung oder Spionageabwehr für den Pharao tätig, was ein durchaus plausibler Grund dafür sein könnte, die Decke des Schweigens über diese Truppe zu legen. Und wenn man schon eine absolute vertrauenswürdige und loyale Truppen hat und selbst das ein oder andere Geheimnis hütet, dann liegt es darüber hinaus nahe, diese Truppe mit der Sicherung dieser Geheimnisse zu beauftragen.

Solche Überlegungen waren es, die Angela (Fleischer) und mich dazu bewogen haben, just diese Ne'arin als verbindenden Rahmen in die Trilogie zu holen. Dieser Kunstgriff erlaubte es uns, diverse ägyptische (und in Band 2 andere) Mythen auf eine Weise zu verarbeiten, die einen neuen Blickwinkel darauf ermöglicht: den Blickwinkel des "Eingeweihten" (der allerdings mit dem ihm anvertrauten Geheimwissen naturgemäß nicht allzu gerne hausieren geht) ...

Na, schon neugierig? Ein paar Wochen müsst ihr euch schon noch gedulden ...

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