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Der Brand von Nôtre Dame in Paris als Politikum ...

veröffentlicht um 16.04.2019, 04:37 von Ulrich Seibert   [ aktualisiert: 16.04.2019, 04:38 ]
"Stellungnahme" der AfD Solingen zum Brand von Notre Dame

Wer würde schon denken, dass der Brand von Nôtre Dame in Paris ein hochbrisantes Politikum ist? Und doch ist er genau das. Und zwar in zweierlei Hinsicht.

(1) Die Flammen waren noch nicht gelöscht, als die AfD diese bereits als Auswirkung der Islamisierung ausmachten. Wie sehr hoffen sie darauf, dass sich diese Katastrophe für die meisten Franzosen und viele andere Europäer als islamistischer Terroranschlag herausstellen würde. Dabei offenbart diese Denke nur eines: Wie es in den Hirnstübchen dieser "Menschen" aussieht. Denn nur, wer selbst mit dem Gedanken spielt, z.B. eine Moschee anzuzünden, ist geistig auch in der Lage, eine analoge Tat einem Anderen zu unterstellen. Jemand, der solche Gedanken nicht hegt, käme gar nicht erst auf eine solche Idee. Mit solchen Spekulationen zeigen diese geistigen Brandstifter nur Eines: Dass Rechtsextreme zum alleruntersten Abschaum der Menschheit gehören.


(2) Es gibt in der Geschichte des Neoliberalismus eine Tradition, die sich wie ein roter Faden durch seine Geschichte zieht: Die sogenannte Schock-Strategie (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schock-Strategie). Das bedeutet, dass eine Katastrophe, egal ob eine zufällig auftretende oder eine selbst herbeigeführte, dazu genutzt wird, Änderungen durchzusetzen, die unter normalen Umständen niemals widerstandslos durchsetzbar wären. Naomi Klein führt in ihrem gleichnamigen Buch unzählige Beispiele dafür auf. Nun ist Macron ein reinrassiger neoliberaler Akteur und er wird diese Chance zu nutzen wissen. Mit dem Brand von Nôtre Dame wurden die Gelbwesten gelähmt. Sie wissen es noch nicht, aber wahrscheinlich haben sie schon verloren ...
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