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Sinn und Unsinn von Literaturpreisen...

veröffentlicht um 09.04.2013, 07:40 von Ulrich Seibert   [ aktualisiert: 09.04.2013, 07:43 ]
Bis heute musste ich mir den Kopf noch nicht über das Thema Auszeichnungen zerbrechen, denn bisher war ich keiner von den Betroffenen. Aber die E-Mail, die ich heute morgen aus dem SPAM-Ordner meines E-Mail-Programms gefischt habe, hat das - wenn auch in etwas bescheidenerem Umfang als das Bild zur Linken vielleicht vermuten lässt - geändert. Die Chefin des Net-Verlags hat mich darin informiert, dass meine Geschichte "Templum Major" bei der Ausschreibung von "Ich war besessen" (s. Veröffentlichungen) den ersten Platz gewonnen hätte. Das Wort "gewonnen" war wohl gleichzeitig der Anlass dafür, dass diese Mail - anders als die sonstige Korrespondenz mit dem Verlag - überhaupt erst beim Spam gelandet ist. Womit sich natürlich trefflich über den Zusammenhang zwischen "gewinnen" und Spam und damit über den Wert von Auszeichnungen philosophieren ließe, aber das mag der geneigte Leser für sich selbst tun... ;-)

Was bedeutet diese Auszeichnung für mich? Ruhm und Ehre? Ne! Ehrlich, wen interessiert so etwas, außer den Autor selbst? Für den ist es allerdings gleichwohl eine Freude, jedenfalls, solange er nicht in derartigen Preisen schwimmt, zeigt es ihm doch, dass seine Arbeit zumindest bei jemandem gut angekommen ist. Ist das auch ein Hinweis auf die "hohe" Qualität der Arbeit?
Kaum. Geschichten sind wie Obst, unglaublich vielfältig in Bezug auf Form, Geschmack, Herkunft, Struktur. Kann man ernsthaft sagen, dass die Kiwi "besser" schmeckt als die Banane? Na also! Was bleibt also? Ein großes Jappadappaduuuu! ;-)
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